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Kartenlegerin Dunna: Lenormandkarten

Auch in der heutigen Zeit erfreut sich das Kartenlegen deutlicher Beliebtheit, wenn es darum geht, Antworten zu finden, sich aus seinem eigenen Gedankenkarussell zu befreien oder in bestimmten Situationen objektive wie mentale Unterstützung zu erfahren. Eine Vielzahl von Wahrsagekarten steht hier zur Auswahl. Sowohl populär wie auch beliebt sind die Lenormandkarten. Was genau macht sie aus und wie können sie zum Einsatz kommen?

Entstehung des Kartendecks

Die Lenormandkarten gehören zu den beliebtesten Wahrsagekarten überhaupt. Sie wurden nach der französischen Kartenlegerin und Wahrsagerin Marie Anne Lenormand (1772-1843) benannt und sind im "Kleinen Lenormand" mit 36 Karten eindeutig als Produkt des frühen 19. Jahrhunderts, der Biedermeierzeit, zu identifizieren. Bei dem großen Deck mit 54 Karten wird davon ausgegangen, dass diese auf dem Tarot von Etteilla, einem französischen Tarot-Forscher und Okkultisten, basieren mit dessen Karten Madame Lenormand gearbeitet hatte. In unseren Breitengraden wird hauptsächlich mit dem "Petit Lenormand" gearbeitet. Madame Lenormand starb, bevor die Karten veröffentlicht wurden. Beide Decks sind heute noch erhältlich, wenn man auch sagen muss, dass es die Originalbilder bei beiden im Laufe der Jahre geringfügig verändert wurden.

Rund um die Lenormandkarten

Im Deck der Lenormandkarten unterscheidet man vornehmlich zwischen Personenkarten und Sachkarten. Sie sind eindeutig auch für den Laien zu identifizieren: Kind, Dame, Herr = Personenkarte, Haus, Ring, Buch = Sachkarte. Einige wenige Karten können sowohl auf eine Person oder aber auch auf eine Sache bezogen werden. Als bestes Beispiel hierfür kann der Bär genannt werden. Als Personenkarte liegt er in der Legung für eine etwas ältere Respektsperson. Als Sachkarte hingegen steht er für Kraft, Stärke, aber auch Besitz. Auch wenn es keine konkreten Situationskarten gibt, können durchaus Situationen gelegt werden. So kann beispielsweise die Sonne Energie und Glück ausdrücken, während die Wolken unter anderem für Unklarheit stehen.

Jede Karte hat eine Grundbedeutung. Inwieweit sie bei einer Legung erweitert werden muss, ergibt sich aus den anderen Karten sowie der Fragestellung des Klienten. Neben dem Ziehen einer Tageskarte sind das Kleine Kreuz, die Große Tafel oder das Keltische Kreuz die Legesysteme, die am häufigsten zum Einsatz kommen. Manchmal ergibt sich aus der Deutung des Gesamtbildes ein Aspekt, der vorher gar nicht im Fokus des Klienten lag, dann aber von Interesse wird. Hier kann eine zweite Legung, durchaus auch mit einem anderen Legesystem Aufschluss bringen.
 

Wofür können die Lenormandkarten eingesetzt werden?

Grundsätzlich stellt sich für die Fragenden eine Hauptfrage: Welches ist mein nächster Entwicklungsschritt? Denn auch wenn diese Frage nicht konkret gestellt wird, ist jede Veränderung im Leben eine Entwicklung. In welche Richtung bestimmen wir selbst. Für jeden stellt sich die Frage, wer wir sind, wohin wir hingehen und wie wir heil werden können. Dies ist zu einem großen Teil im spirituellen Bereich gemeint. Man muss sich  bei der Fragestellung allerdings darüber bewusst sein, dass heute vorwiegend mit dem "Kleinen" Deck gearbeitet wird. Dies reicht durchaus aus, um die Alltagsschwierigkeiten und die nähere Zukunft auszulegen und zu deuten. Oft genügt ein durch die Wahrsagekarten aufgezeigter neuer Blickwinkel, um die nähere Zukunft auch bewusst verändern zu können. Um die spirituelle Entwicklung näher zu beleuchten, ist möglicherweise eine zweite Legung notwendig.

Aus diesem Grund werden die Lenormandkarten gerne benutzt, um eine Bestandsaufnahme zu machen und den nächsten Schritt in Angriff zu nehmen. Dies beinhaltet auch, wie man auf innere und äußere Umstände reagiert, wie die eigenen Schwächen bereinigt werden können, aber auch wie man auf andere Menschen wirkt beziehungsweise auf sie zugeht. Grundsätzlich kann das Kartendeck zu allen Lebensthemen in Anspruch genommen werden. Die jeweiligen Botschaften mit den offenbarten Tendenzen und Perspektiven können den eigenen Horizont erweitern und so auch der Entscheidungsfindung dienlich sein. Letztendlich entscheiden wir selbst, welche Richtung wir einschlagen, Kartenlegen kann dabei jedoch passende Unterstützung bieten.



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